Kurz und ehrlich

Setzen Sie auf ChatGPT Enterprise oder Team mit AVV, schalten Sie Modelltraining aus, definieren Sie in einer 2-Seiten-Richtlinie was rein darf und was nicht, und schulen Sie alle Mitarbeitenden einmal pro Jahr. Dann ist ChatGPT im Mittelstand sicher einsetzbar – und ein massiver Produktivitätshebel.

1. Konto: Enterprise oder Team statt Privat

Die meisten Probleme beginnen mit privaten ChatGPT-Konten. Sie sind weder vertraglich noch technisch für Unternehmensdaten geeignet. ChatGPT Enterprise oder Team bietet zentrale Nutzerverwaltung, dokumentierte Datenverarbeitung, deaktiviertes Modelltraining und EU-Datenresidenz auf Wunsch.

2. Vertrag: AVV und Konfiguration

Schließen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit OpenAI ab und prüfen Sie die aktuellen Enterprise-Privacy-Bedingungen. Stellen Sie EU-Datenresidenz und Zero-Retention ein. Dokumentieren Sie diese Schritte im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten gemäß Art. 30 DSGVO. Bei sensiblen Daten ergänzen Sie eine DSFA nach Art. 35 DSGVO.

3. Richtlinie: Was darf in den Prompt?

Eine kurze, klare KI-Richtlinie ist Pflicht. Sie definiert:

  • Erlaubte Use Cases (z. B. Texten, Übersetzen, Recherche)
  • Verbotene Inhalte (Personendaten ohne Anonymisierung, Geschäftsgeheimnisse, Verträge ohne Pseudonymisierung)
  • Pflichten der Mitarbeitenden (menschliche Prüfung, Quellenangabe bei externer Verwendung)
  • Meldewege bei Fehlern oder Auffälligkeiten

Wir stellen auf Anfrage eine 2-seitige Muster-Richtlinie zur Verfügung.

4. Schulung: Pflicht nach EU AI Act

Seit Februar 2025 sind Unternehmen verpflichtet, KI-Kompetenz sicherzustellen (Art. 4 EU AI Act). Konkret heißt das: jede Person, die ChatGPT oder andere KI im Auftrag des Unternehmens nutzt, braucht eine angemessene Schulung – mit Nachweis. Unsere KI-Kompetenz-Schulung erfüllt diese Anforderung.

Wann eine Alternative sinnvoll ist

Für eng abgegrenzte, wiederkehrende Aufgaben mit Zugriff auf interne Dokumente ist ein Unternehmens-GPT oft die bessere Wahl. Es kombiniert ChatGPT-ähnliche Bedienung mit Zugriff auf Ihre internen Quellen, klaren Rechten und vollem Audit-Log.

Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Pauschal nein – im Einzelfall ja, wenn Sie ChatGPT Enterprise/Team mit AVV und Zero-Retention nutzen, eine klare Rechtsgrundlage haben und die Eingabe zur Aufgabe erforderlich ist. Sensible Daten sollten pseudonymisiert werden.

Bieten Sie eine offizielle Alternative an, kommunizieren Sie klar und schalten Sie das Thema in der nächsten Schulung an. Verbote ohne Alternative wirken kaum.

ChatGPT Team kostet rund 25–30 €/Benutzer/Monat, Enterprise individuell. Für die meisten Mittelständler ist Team der pragmatische Einstieg.

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